24.11.2020 / Kunst

Neues Kataster für Kunst im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum wird oft gar nicht als solche wahrgenommen. Und manchmal verschwindet sie auch einfach, etwa durch Bauarbeiten.

Zeit geprägt von Wiederaufbau

Die fünfziger und sechziger Jahre waren in den meisten Städten - ebenso wie in Worms - geprägt vom Wiederaufbau. Doch auch in dieser schwierigen Zeit gab es so etwas wie "Kunst am Bau", häufig in kostengünstigen Ausführungen. Über die Jahre sind zahlreiche dieser Artefakte in Vergessenheit geraten oder gar - etwa im Zuge von Umbau- oder Abrissarbeiten - verloren gegangen. Das Kataster solle deshalb die Kunstwerke nicht nur dokumentieren, sondern auch ihrem Schutz dienen, erklärt Kulturkoordinator Dr. David Maier, der die Informationen zusammen mit einer privaten Initiative zusammengestellt hat. Zur Verfügung gestellt werden sie auf dem städtischen Geoportal (zu finden unter Themenauswahl, Bauen, Kunst-am-Bau). 

Bürger können weitere Kunstwerke melden

Prägende Künstler der Zeit waren unter anderen Gustav Nonnenmacher, Agathe Sander, das Künstlerpaar Pallasch und viele mehr. Zahlreiche Kunstwerke der genannten, aber auch anderer und zum Teil sogar unbekannter Künstler, sind im öffentlich zugänglichen Raum zu finden – an und in verschiedenen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel Schulen, Verwaltungseinrichtungen. "Was sich in privaten Gebäuden noch versteckt, können wir nur erahnen", berichtet Dr. Irene Spille. Sie gehört zusammen mit Ulrike Arnold-Nonnenmacher, Rosemarie Pallasch und Dr. Klaus-Michael Döll zu der privaten Initiative, die den Anstoß für die Dokumentation gegen hat und auch an der Umsetzung maßgeblich beteiligt war. Das Projekt sei ihrer Meinung nach "ein Fass ohne Boden", da bei Weitem noch nicht alle Kunstwerke erfasst seien. Etwa 100 sind derzeit in dem Kataster verzeichnet; mithilfe von aufmerksamen Bürgern könnten es jedoch noch weitaus mehr werden. Wer also ein noch nicht erfasstes Gebäude-Kunstwerk melden möchte, kann sich bei der städtischen Kulturkoordination melden.

Technisch gepflegt wird das Kaster von der Abteilung Stadtvermessung und Geoinformationen. "Wir versuchen, die Themenvielfalt unseres Geoportals kontinuierlich auszubauen", berichtet Matthias Fetsch. Die Kunst-Informationen sind ein weiterer Mosaikstein des umfangreichen Informationsportals.

Mehr erfahren Sie auf www.worms-erleben:

Kunst der 50er- und 60er-Jahre im öffentlich zugänglichen Raum

Quelle: Stadt Worms

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