21.09.2022 / Kultur

Sonderausstellung ab 24. September

Modern und spielerisch beleuchtet die neue Sonderausstellung „Spiel um die Macht" im Museum Andreasstift wichtige Ereignisse der Wormser Stadtgeschichte.

Sonderausstellung anlässlich „900 Jahre Wormser Konkordat“

„Spiel um die Macht – von Canossa nach Worms“ lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Museum der Stadt Worms im Andreasstift. Anlässlich der städtischen Feierlichkeiten zu „900 Jahre Wormser Konkordat“ beleuchtet die Präsentation vom 24. September bis 30. Dezember 2022 modern und spielerisch die Geschichte des Investiturstreits. 60 Exponate aus Deutschland und Österreich sollen dabei die Zeit des Hochmittelalters und die Vertreter des Investiturstreits für die Besucher lebendig machen und ihnen die damaligen Geschehnisse näherbringen. Ein Escape Spiel sowie eine Graphic Novel ermöglichen ergänzend vor allem für jüngere Zielgruppen und Familien den Zugang zum Thema auf spielerische und emotionale Weise.

Oberbürgermeister Adolf Kessel: „Worms steht zweimal in deutschen Schulbüchern. Einmal mit Martin Luthers berühmter Widerrufsverweigerung auf dem Reichstag in Worms 1521. Dieses Jubiläum haben wir im vergangenen Jahr bereits erfolgreich feiern dürfen. Zum zweiten Mal beim Thema Investiturstreit. Am 23. September 2022 jährt sich mit dem ‚Wormser Konkordat‘ ein Ereignis europäischen Ranges zum 900. Mal. Die Stadt Worms und verschiedene Vereinigungen und Organisationen, darunter natürlich auch die Kirchen, werden 2022 die dramatischen Ereignisse des frühen 12. Jahrhunderts in ganz unterschiedlicher Weise würdigen und an das Geschehen in der mittelalterlichen Bischofsstadt erinnern. Die Sonderausstellung im Museum der Stadt nimmt dabei eine besondere Rolle ein, weil das innovative Ausstellungskonzept spielerisch und emotional junge Zielgruppen anspricht.“

Graphic Novel & "Escape Spiel"

Olaf Mückain, Kurator der Sonderausstellung und Wissenschaftlicher Leiter des Museums: „Der Investiturstreit – eine Auseinandersetzung zwischen Papst und Kaiser um die Vorherrschaft im mittelalterlichen Europa – gehört fest zum Lehrplan deutscher Schüler. Entsprechend setzt auch das Konzept der geplanten Ausstellung in Worms im ersten Teil der Informationsvermittlung auf eine Bildsprache und Tonalität, die natürlich nicht nur, aber vor allem auch jüngere Zielgruppen und Familien anspricht: Die Hintergründe zum Investiturstreit, dem damit verbundenen Gang nach Canossa und der Konfliktlösung durch das Wormser Konkordat werden in Form einer Graphic Novel im Stil von ‚Banksy‘ erläutert.“ 

Ein in die Ausstellung integriertes „Escape Spiel“, welches mit dem eigenen Handy gespielt werden kann, ermögliche zudem einen emotional-spielerischen Zugang zu den mittelalterlichen Ereignissen, so Mückain weiter. Der zweite Teil der Ausstellung vertiefe dann die inhaltliche Ebene durch klassische Exponate und Leihgaben, so dass auch für andere Zielgruppen Interessantes zum Thema geboten werde.

Kostbare Leihgaben & Begleitprogramm

Neben Exponaten aus dem eigenen Bestand werden im Rahmen der Sonderausstellung auch kostbare Leihgaben aus Deutschland und Österreich zu sehen sein. Darunter unter anderem der Sarkophag Kaiser Heinrichs V. aus dem Historischen Museum der Pfalz in Speyer, der Ring des Mainzer Erzbischofs Aribo aus dem Bischöflichen Diözesanmuseum Mainz sowie aus österreichischem Privatbesitz ein kostbares Missale aus dem 11. Jahrhundert. Mückain: „Wir sind den Leihgebern sehr dankbar, dass Sie uns ihre unersetzlichen, einmaligen Objekte aus der Zeit des Investiturstreits zur Verfügung stellen.“

„Ergänzt wird die Sonderausstellung durch ein Führungs- und Vortragsprogramm sowie ein museumspädagogisches Begleitprogramm für die verschiedenen Jahrgänge und Fächer ab Klassenstufe 5“, erläutert Ulrike Breitwieser, Verwaltungsleiterin des Museums. Neben öffentlichen und Kuratorenführungen durch die Ausstellung wird es auch besondere Kostümführungen geben. Hierbei treffen Besucher auf Zeitgenossen des Investiturstreits und können von diesen erfahren, wie sie auf die Ereignisse blickten.

Plakatmotiv zur Sonderausstellung "Spiel um die Macht", vom 24.9. bis 30.12.2022 im Museum Andreasstift
Plakatmotiv zur Sonderausstellung "Spiel um die Macht", vom 24.9. bis 30.12.2022 im Museum Andreasstift

Service:

Auf einen Blick

  • „Spiel um die Macht – Von Canossa nach Worms“
  • Sonderausstellung im Museum der Stadt Worms im Andreasstift
  • 24. September bis 30. Dezember 2022 (Vernissage am 23. September 2022 mit geschlossener Gesellschaft)
  • Öffnungszeiten: Di-So, außer 24. und 25.12, montags geschlossen außer: 3.10. / 26.12., Feiertag 1.11. ebenfalls geöffnet

Für nähere Informationen zur Ausstellung und allen Terminen, Themen sowie Tickets besuchen Sie bitte die Webseiten des Museums Andreasstift und zum Jubiläum "900 Jahre Wormser Konkordat":

Quelle: Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Youtube- und Vimeo-Videos, Google Maps, booking.com). Diese helfen uns, unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.