19.10.2022 / Stadtentwicklung

Stadtmauer nun ein Erlebnisort

Noch nie konnten Bürger wie Besucher der Wormser Stadtmauer so nah sein: Ihre Freilegung vom Willy-Brandt-Ring bis zum Andreastor, ein barrierearmer Aufgang und ein Rundgang mit Hinweistafeln, Sitzflächen und historischen Weinreben macht das Relikt aus alten Zeiten zu einem echten Erlebnisort.

Der neu gestaltete Platz an der Stadtmauer zwischen "Werger’s Eck" und  Andreastor lädt zum Verweilen ein. Das Foto zeigt Besucher der offiziellen Einweihung.
Der neu gestaltete Platz an der Stadtmauer zwischen "Werger’s Eck" und Andreastor lädt zum Verweilen ein. Das Foto zeigt Besucher der offiziellen Einweihung.
© Fotograf: Stadt Worms

Naher Anziehungspunkt geschaffen

Die Stadtverwaltung blickt auf die dreijährigen Arbeiten mit Stolz zurück: Mit diesem Projekt ist nicht nur ein weiterer Abschnitt der Ringanlagen saniert, sondern ein weiterer Innenstadt naher Anziehungspunkt geschaffen, der in Erinnerung bleibt.

Nach dem Erwerb der ehemaligen Weinbergfläche Luginsland war die Marschroute klar: Die attraktive Neugestaltung der Ringanlagen mit der Runderneuerung der Grünflächen im Abschnitt „Werger’s Eck bis zum Andreastor“ wollte die Stadtverwaltung mit der Freilegung der Stadtmauer und einem zu ihr führenden barrierearmen Aufgang bis zu den Mauersteinen krönen. „Nun können wir vor der ältesten sichtbaren Stadtmauer Deutschlands Platz nehmen, ihre jahrtausendlange Geschichte bewundern und die schöne Umgebung der Ringanlagen genießen“, freute sich Oberbürgermeister Adolf Kessel bei der Einweihungsfeier dieses besonderen Abschnitts der Wormser Ringanlagen.

Mit der Freilegung - nach Abgrabung des Plateaus - von 140 Quadratmetern Stadtmauer und dem Rundweg hat die Stadt einen wichtigen Anschluss hergestellt: „Dieser Teil der Ringanlage verbindet den Friedhof „Heiliger Sand“ mit dem Domquartier und ist damit ein touristischer Knotenpunkt. Er trägt maßgeblich zu unserer Stadtentwicklung bei, weil er einen besonderen Naherholungswert mitten im Wormser Innenstadtbereich hat“, stellt Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst heraus. Das Projekt haben die städtischen Abteilungen „Grünflächen und Gewässer“ und „Architektur/Projektmanagement“ gemeinsam mit der Firma „Flörchinger“ für Garten- und Landschaftsbau realisiert. Die Maßnahmen haben insgesamt 850.000 Euro gekostet. Die Projektbeteiligten mussten zwischen dem oberen und dem unteren Teil der Ringanlage einen Höhenunterschied von fast fünf Metern überwinden. Diese können Besucher bei einer Steigung von 9,5 Prozent nun mit der barrierearmen Rampenanlage beschreiten.

Eine gemörtelte Sandsteinmauer mit Steinen aus der renaturierten Pfrimm und historische Rebsorten begleiten sie bei ihrem Aufgang. Bei den Freilegungsarbeiten im Erdreich entdeckte Mauerreste sind nun mit Cortenstahl überdeckt und dienen Besuchern als Sitzflächen. Da diese Funde sehr interessante Rückschlüsse auf die Baugeschichte zuließen, hat die Landesarchäologie sie nach der Freilegung dokumentiert. An Hinweistafeln zur Baugeschichte sowie Archäologie der Stadtmauer und zur städtebaulichen Stellung der Anlage können Interessierte sich beim Verweilen an der Stadtmauer über das Projekt informieren.

Ein barrierearmer Aufgang führt zur Stadtmauer.
Ein barrierearmer Aufgang führt zur Stadtmauer.
© Fotograf: Stadt Worms
Quelle: Stadt Worms / Pressestelle

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