Detail Lutherdenkmal, Figur des Girolamo Hironymus Saxonaroloa

Preis der Lutherstädte

"Das unerschrockene Wort"

Alle zwei Jahre wird von den Lutherstädten der Preis "Das unerschrockene Wort" verliehen. Ausgezeichnet werden Frauen und Männer, die bereit sind "für unerschrockenes Auftreten Unbill in Kauf zu nehmen" - so wie seinerzeit Martin Luther, der sich 1521 während des Reichstags zu Worms vor Kaiser Karl V für seine innere Überzeugung verantworten musste.

Vorschläge für 13. Lutherpreis

Anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Wormser Reichstag" wird die 13. Preisverleihung im Jahr 2021 in Worms stattfinden. Wormser Bürgerinnen und Bürger werden dazu aufgefordert, bis spätestens 31. August 2020 Vorschläge einzureichen, aus welchen eine Jury im September die Wormser Nominierung auswählt. Vorschläge können bei der Kulturkoordination der Stadt Worms eingereicht werden.

Die Preisträger/innen:

2019 - Seyran Ateş

Der Bund der Lutherstädte in Deutschland vergab den Lutherpreis "Das unerschrockene Wort" 2019 an die Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş. Die 55-jährige Berlinerin mit türkisch-kurdischen Wurzeln kämpft für die Rechte muslimischer Frauen, für einen liberalen Islam und gegen politisch-religiösen Extremismus in Deutschland und Europa. (Festakt: Marburg)

mehr

2017 - Horst und Birgit Lohmeyer & Markus und Susanna Nierth

Der 11. Preis der Lutherstädte ging an die Ehepaare Nierth und Lohmeyer. Damit wurde deren zivilgesellschaftliches Engagement im Kampf gegen demokratiegefährdende und rechtsextremistische Strömungen in Deutschland, den sie trotz andauernder Anfeindungen und Bedrohungen fortführen, gewürdigt. (Festakt: Torgau)

mehr

2015 - Mazen Darwish & Syrisches Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit

Der syrische Rechtsanwalt Mazen Darwish und das Syrische Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit erhielten den 10. Preis der Lutherstädte. Die Entscheidung der 18 Jurymitglieder war einstimmig. „Mit unserem Vorschlag wollen wir den Kampf um die Freilassung von Mazen Darwish und weiterer Journalisten unterstützen. Die Pressefreiheit ist ein grundlegendes Element der Freiheit schlechthin“, so Michael Kissel, zum damaligen Zeitpunkt Oberbürgermeister der Stadt Worms. (Festakt: Wittenberg)

mehr

2013 - Regensburger Initiative "Keine Bedienung für Nazis"

Der Preis der Lutherstädte 2013 "Das unerschrockene Wort" wurde an die Regensburger Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ für ihr unerschrockenes Auftreten verliehen. (Festakt: Eisleben)

mehr

2011 - Dmitrij Muratow & Redaktionsteam von "Nowaja Gaseta"

Der 8. Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" ging an den russischen Journalisten Dmitrij Muratow und das Redaktionsteam der russischen Tageszeitung „Nowaja Gaseta“ für ihr unerschrockenes Auftreten gegen Korruption, Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit und Verletzung der Menschenrechte. (Festakt: Heidelberg)

mehr

2009 - Andrea Röpke

Der Preis der Lutherstädte 2009 "Das unerschrockene Wort" wurde der Journalistin und Politologin Andrea Röpke verliehen. Ihre Auszeichnung sei als deutliches Zeichen gegen rechtsextremistische Aktivitäten und für die Freiheit der Presse zu verstehen. (Festakt: Zeitz)

mehr

2007 - Emel Abidin-Algan

Mit der türkischstämmigen Muslimin Emel Abidin-Algan wurde 2007 eine Frau geehrt, die sich ihre eigenen Gedanken zum Verständnis des Korans gemacht hat und mit dem bewussten Ablegen des Kopftuches ein selbstbewusstes Zeichen für muslimische Frauen in Deutschland gesetzt hat. (Festakt: Speyer)

mehr

2005 - Stephan Krawczyk

Der Liedermacher und Autor Stephan Krawczyk in Halle / Saale erhielt 2005 den Preis der Lutherstädte. Er war in der DDR einer der mutigsten und ehrlichsten Liedermacher, der mit seinen Liedern vielen Menschen den Anstoß zum Nachdenken und Aufwachen gab. (Festakt: Halle/Saale)

2003 - Gertraud Knoll

Die Theologin Gertraud Knoll erhielt die vierte Auszeichnung der Lutherstädte. Damit würdigen die Städte das couragierte Engagement der Österreicherin gegen Fremdenhass, Rassismus und Antisemitismus.

2001 - Uta Leichsenring

Ausgezeichnet wurde die Polizeipräsidentin von Eberswalde, Uta Leichsenring, für ihre Zivilcourage im Kampf gegen Rechtsextremismus. Damit honorierte die Jury ihren Einsatz, die Öffentlichkeit gegen Rechtsextremismus zu mobilisieren.

1999 - Prof. Hans Küng

Der katholische Theologe Prof. Hans Küng aus Tübingen erhielt die zweite Auszeichnung: In seinem Leben vertrat er unerschrocken seine Meinung und nahm dabei auch persönliche Nachteile in Kauf. Im Juli 1998 hatte Küng eine offene Diskussion über die Unfehlbarkeit des Papstes gefordert.

1996 - Richard Schröder

Erstmals verliehen wurde der Preis der Lutherstädte an den Berliner Philosophieprofessor und Theologen Richard Schröder. Damit ehrte die Jury sein öffentliches und unerschrockenes Auftreten für seine politischen und demokratischen Überzeugungen.

Über den Preis

Hintergrund

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis "Das unerschrockene Wort" wird von den 15 im "Bund der Lutherstädte" zusammengeschlossenen Städten Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz gestiftet und alle zwei Jahre vergeben. Erstmals verliehen wurde er 1996 in Worms.

Angeregt wurde diese außergewöhnliche und bedeutende Auszeichnung, als sich die Stadtoberhäupter von Lutherstädten in den alten und neuen Bundesländern anlässlich der 125. Wiederkehr der Einweihung des weltgrößten Reformationsdenkmals (in Worms) erstmals zu einem gemeinsamen Treffen "nach der Wende" in Worms einfanden.

Auf Initiative des damaligen Wormser Oberbürgermeisters Gernot Fischer wurde bei dieser Zusammenkunft beschlossen, eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen und im Rahmen der weiteren Zusammenarbeit in Anlehnung an das Wirken von Luther einen Preis zu stiften.

Vergabekriterien

Die Vergabekriterien für den Preis regelt ein von den Lutherstädten verabschiedetes Statut. Jede der beteiligten Lutherstädte schlägt eine dem Preis würdige Person vor. Bei der Einreichung von Vorschlägen soll dem Statut entsprechend eine breite Beteiligung seitens der Bürger der jeweiligen Lutherstädte angestrebt werden. Aus allen eingegangenen Vorschlägen wird schließlich von einer Jury der Preisträger ermittelt.   

Vorschläge aus Worms

Vorschläge aus der Wormser Bürgerschaft nimmt das Büro des Oberbürgermeisters entgegen:

Kontakt

Büro des Oberbürgermeisters

Die Jury

Der Jury besteht aus den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der Lutherstädte sowie Vertretern des öffentlichen Lebens:

  • Oberbürgermeisterin Eva Weber (Augsburg)
  • Oberbürgermeister Norbert Tessmer (Coburg)
  • Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Eisenach)
  • Oberbürgermeister Adolf Kessel (Worms)
  • Bürgermeisterin Jutta Fischer (Eisleben)
  • Oberbürgermeister Andreas Bausewein (Erfurt)
  • Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand (Halle/Saale)
  • Oberbürgermeisterin Eckart Würzner (Heidelberg)
  • Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper (Magdeburg)
  • Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (Marburg)
  • Bürgermeister Thomas Kaminski (Schmalkalden)
  • Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (Speyer)
  • Bürgermeisterin Romina Barth (Torgau)
  • Oberbürgermeister Torsten Zugehör (Wittenberg)
  • Oberbürgermeister Christian Thieme (Zeitz)
  • Dr. Stefan Rhein (Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt)

Das könnte Sie auch interessieren

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Schriften von Google Fonts, Youtube- und Vimeo-Videos, Google Maps, Google Analytics, booking.com). Diese helfen uns, unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.