Luther auf dem Reichstag zu Worms, Holzschnitt, 1521, digital koloriert, Archiv Eichfelder
Luther auf dem Reichstag zu Worms, Holzschnitt, 1521, digital koloriert, Archiv Eichfelder

Was Luther über den Glauben gesagt hat

"Sola fide, sola scriptura, solus Christus, sola gratia" - Allein durch den Glauben, allein die Schrift, allein Christus, allein durch Gnade! Diese vier Soli fassen Luthers Theologie, wie sie sich bis 1521 bereits entwickelt hat, gut zusammen.

Martin Luther, die zentrale Figur auf dem Lutherdenkmal in Worms. Es zeigt den Reformator nicht in der Mönchskutte, die er in Worms getragen hat, sondern aufrechten Blicks im Professorentalar, die Faust auf die Bibel gelegt.
Martin Luther, die zentrale Figur auf dem Lutherdenkmal in Worms. Es zeigt den Reformator nicht in der Mönchskutte, die er in Worms getragen hat, sondern aufrechten Blicks im Professorentalar, die Faust auf die Bibel gelegt.
© Fotograf: Rudolf Uhrig

4 Sachen sind für Luther ganz wichtig:

Der Mensch muss nur an Christus glauben.
Dann ist er gerettet.

Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Sola fide.

Das heißt: Nur durch den Glauben.

Nur die Bibel ist wichtig.
In der Bibel steht alles, was wichtig ist.

Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Sola scriptura.

Das heißt: Nur die Schrift.

Nur Jesus Christus ist wichtig.
Die Menschen sollen nur zu ihm beten.

Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Solus Christus.

Das heißt: Nur Christus.

Nur die Gnade von Gott rettet den Menschen.
Gnade heißt: Gott ist gut zu den Menschen.

Auch wenn die Menschen Böses tun.

Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Sola gratia.

Das heißt: Nur durch Gnade.

Diese Sachen hat Luther schon vor dem Reichs-Tag geschrieben.



Eine Sache war für Luther immer besonders wichtig:

Die Gerechtigkeit von Gott.

Luther hat sehr viel in der Bibel gelesen.

Dabei hat er gemerkt:

Gott ist gerecht.

Aber Gott bestraft die Menschen nicht.

Sondern: Gott ist gnädig zu den Menschen.

Gnädig heißt: Gott ist gut zu den Menschen.

Auch wenn die Menschen Böses tun.



Luther hat gesagt:

Eine Sache ist besonders schlecht.

Das ist der Ablass-Handel.

Ablass-Handel heißt:

Ein Mensch hat etwas Böses gemacht.
Jetzt hat er Angst:
Bestimmt bekommt er eine Strafe von Gott.

Der Mensch bezahlt Geld an die Kirche.
Das Geld heißt: Ablass.

Die Kirche hat gesagt:
Jetzt ist alles wieder gut.

Gott verzeiht dem Menschen.

Der Mensch bekommt keine Strafe von Gott.



Die Menschen haben der Kirche geglaubt.

Die Kirche hat mit dem Ablass-Handel viel Geld verdient.

Luther hat gesagt:

Jesus ist für die Menschen gestorben.
Gott ist gut zu allen Menschen.
Auch wenn die Menschen Böses tun.
Die Menschen müssen kein Geld bezahlen.

 Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche, Titel, 1520
Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche, Titel, 1520
© Fotograf: Wikimedia Commons

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