
"Sola fide, sola scriptura, solus Christus, sola gratia" - Allein durch den Glauben, allein die Schrift, allein Christus, allein durch Gnade! Diese vier Soli fassen Luthers Theologie, wie sie sich bis 1521 bereits entwickelt hat, gut zusammen.

4 Sachen sind für Luther ganz wichtig:
Der Mensch muss nur an Christus glauben.
Dann ist er gerettet.
Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Sola fide.
Das heißt: Nur durch den Glauben.
Nur die Bibel ist wichtig.
In der Bibel steht alles, was wichtig ist.
Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Sola scriptura.
Das heißt: Nur die Schrift.
Nur Jesus Christus ist wichtig.
Die Menschen sollen nur zu ihm beten.
Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Solus Christus.
Das heißt: Nur Christus.
Nur die Gnade von Gott rettet den Menschen.
Gnade heißt: Gott ist gut zu den Menschen.
Auch wenn die Menschen Böses tun.
Luther hat das auf Lateinisch gesagt: Sola gratia.
Das heißt: Nur durch Gnade.
Diese Sachen hat Luther schon vor dem Reichs-Tag geschrieben.
Eine Sache war für Luther immer besonders wichtig:
Die Gerechtigkeit von Gott.
Luther hat sehr viel in der Bibel gelesen.
Dabei hat er gemerkt:
Gott ist gerecht.
Aber Gott bestraft die Menschen nicht.
Sondern: Gott ist gnädig zu den Menschen.
Gnädig heißt: Gott ist gut zu den Menschen.
Auch wenn die Menschen Böses tun.
Luther hat gesagt:
Eine Sache ist besonders schlecht.
Das ist der Ablass-Handel.
Ablass-Handel heißt:
Ein Mensch hat etwas Böses gemacht.
Jetzt hat er Angst:
Bestimmt bekommt er eine Strafe von Gott.
Der Mensch bezahlt Geld an die Kirche.
Das Geld heißt: Ablass.
Die Kirche hat gesagt:
Jetzt ist alles wieder gut.
Gott verzeiht dem Menschen.
Der Mensch bekommt keine Strafe von Gott.
Die Menschen haben der Kirche geglaubt.
Die Kirche hat mit dem Ablass-Handel viel Geld verdient.
Luther hat gesagt:
Jesus ist für die Menschen gestorben.
Gott ist gut zu allen Menschen.
Auch wenn die Menschen Böses tun.
Die Menschen müssen kein Geld bezahlen.
