10.06.2021 / Kultur

SchUM Artist in Residence

Auf das neue Projektstipendium „SchUM Artist in Residence“ gab es bereits weltweite Resonanz. Eine hochkarätige interdisziplinäre Jury wurde nun bestellt.

SchUM Artist in Residence nimmt Fahrt auf
SchUM Artist in Residence nimmt Fahrt auf

Vielversprechende Bewerbungen

Das neue von den Städten Speyer, Worms und Mainz gemeinsam realisierte Programm „SchUM Artist in Residence“ lädt internationale Künstlerinnen und Künstler aller Sparten ein, in einer der drei Städte ein Projekt zu realisieren, das sich mit der reichen Tradition des jüdischen Gemeindebunds „SchUM“ über aktuelle künstlerische Ideen befasst und neue Sichtweisen auf das spirituelle und materielle Erbe eröffnet. Hintergrund ist die Bewerbung der SchUM-Stätten um die Anerkennung als UNESCO Weltkulturerbe, die voraussichtlich Ende Juli 2021 entschieden wird.

Die Ausschreibung des Programms wurde mittlerweile über zahlreiche internationale Kulturverbände, weltweit tätige Stiftungen, multikulturelle Institutionen und diplomatische Vertretungen verschickt und stieß auf großes Interesse. Erste Reaktionen und Anfragen trafen bereits aus aller Welt ein. Das Team um die SchUM-Koordinatoren von Speyer, Worms und Mainz sowie den künstlerischen Leiter erwartet vielversprechende Bewerbungen.

Um die Vielfalt der angesprochenen künstlerischen Ausdrucksformen zu repräsentieren, wurde jetzt eine hochkarätige Jury berufen, deren Mitglieder die Bereiche Bildende Kunst, Literatur, Theater, Musik und Architektur vertreten, zugleich aber auch einen spartenübergreifenden Zugang sicherstellen und über internationale Erfahrungen verfügen. Die Jury 2021 besteht aus Dorothee Baer-Bogenschütz, Nora Gomringer, Manuel Herz, Sebastian Sternal und Feridun Zaimoglu. Ende Juli wird das Gremium entscheiden, welche Künstlerinnen oder Künstler in den SchUM-Städten Projekte realisieren können.

Die Jurymitglieder:

Dorothee Baer-Bogenschütz , geboren in Frankfurt am Main, ist Kunsthistorikerin und Journalistin. Sie arbeitet als freie Autorin und Kunstkritikerin für Kunstmagazine und Tageszeitungen, darunter die „KUNSTZEITUNG“, „DIE ZEIT“, die F. A.Z. und die „Jüdische Allgemeine“. Zahlreiche Beiträge in Kunstbüchern und Katalogen, daneben Vorträge, Moderationen, Jurytätigkeiten und Mitarbeit an Fernsehsendungen. Mitglied im Beirat der Kunstmesse „art KARLSRUHE“. Erfahrungen in Israel machte sie als Volonteer in einem Kibbuz und später bei journalistischen Recherchen.

NORA GOMRINGER , Schriftstellerin, wurde 1980 in Neunkirchen/Saar geboren. Studium der Amerikanistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Bamberg. Seit 2010 leitet sie dort das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia. Bisher liegen neun Lyrikbände und zwei Essaybände sowie zahlreiche Einzelveröffentlichungen von ihr vor. 2021 wurde Nora Gomringer mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. (www.nora-gomringer.de)

MANUEL HERZ , geboren 1969 in Düsseldorf, ist Architekt mit Büros in Basel und Köln. Lehraufträge in London, Rotterdam, Cambridge und Zürich. Seit 2015 Professor für Urban Studies an der Universität Basel. Mehrere Veröffentlichungen zur sozialen Funktion von Architektur. Unter seinen internationalen Bauten wurde insbesondere die 2010 eröffnete Neue Synagoge in der Mainzer Neustadt bekannt und mit dem Deutschen Fassadenpreis ausgezeichnet. (www.manuelherz.com)

SEBASTIAN STERNAL, geboren 1983 in Mainz, ist Pianist und Komponist des Modern Jazz, studierte in Köln und Paris, lehrt Jazz-Theorie an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und leitet die Jazzabteilung an der Musikhochschule Mainz. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den WDR-Jazzpreis, den Preis der deutschen Schallplattenkritik, den Neuen Deutschen Jazzpreis und zweimal den ECHO JAZZ. (www.sebastiansternal.com)

FERIDUN ZAIMOGLU wurde 1964 im türkischen Bolu geboren und kam ein Jahr später mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach dem Abitur brach Zaimoglu ein Medizinstudium ab und ist seit Ende der 1980er Jahre als freier Schriftsteller und bildender Künstler in Kiel tätig. Journalistische Tätigkeit für Zeitungen und Zeitschriften. Bekannt wurde er 1995 mit „Kanak Sprak“, seitdem zahlreiche Buchveröffentlichungen und Preise. Zaimoglu war 2015 Mainzer Stadtschreiber und Autor für die Nibelungen-Festspiele.

Als künstlerischer Leiter ohne Stimmrecht fungiert:

GÜNTER MINAS , Publizist und Kurator, geboren 1953 in Flensburg, seit 1987 in Mainz. Nach dem Studium der Psychologie und der Kunstgeschichte sowie kurzer wissenschaftlicher Tätigkeit in Braunschweig seit 1982 freiberufliche Arbeit als Journalist, Autor und Organisator von Kulturveranstaltungen in den Sparten Kunst, Film, Theater, Musik und Literatur. 1989 bis 2016 Programmberater von internationalen Filmfestivals. Minas ist Träger der Gutenbergplakette der Stadt Mainz. (www.Minas-Mainz.de)

Kontakt und Information:

Dr. David Maier, Kulturkoordinator Stadt Worms
E-Mail: dvdmrwrmsd

Künstlerische Leitung:
Minas
E-Mail: mnst-nlnd,
Telefon: +49 173-3271039

Information zu SchUM:

www.schumstaedte.de

Diese Veranstaltung ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ mit seiner Geschäftsstelle in Köln organisiert und koordiniert.

Quelle: Stadt Worms / Pressestelle

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