01.08.2022 / Festspiele

"Mario-Adorf-Preis" für Ton

Der Gläserne Drache ging in diesem Jahr an Toningenieur Marius Feth und sein Team.

Damit die Mikrofone der Schauspieler auch beim Agieren im Wasser funktionierten, steckte die Technik in kleinen "Rucksäcken". Das Bild zeigt eine Szene mit Felix Rech (Siegfried, re.) und Gina Haller (Kriemhild), er blickt sie an und hält ihre Hand, auf seinem Rücken sein "Rucksack" für die Mikrofontechnik.
Damit die Mikrofone der Schauspieler auch beim Agieren im Wasser funktionierten, steckte die Technik in kleinen "Rucksäcken". Das Bild zeigt eine Szene mit Felix Rech (Siegfried, re.) und Gina Haller (Kriemhild), er blickt sie an und hält ihre Hand, auf seinem Rücken sein "Rucksack" für die Mikrofontechnik.
© Fotograf: Stadt Worms / IR

Preis für  besondere künstlerische Leistungen

In diesem Jahr kann sich der Toningenieur Marius Feth über den Mario-Adorf-Preis freuen. Er und sein Ton-Team mit Julian Kochendörfer, Antonio Gavita, Andreas Pirrmann und Moritz Bach erhielten die Auszeichnung für 2022. Diese wird seit 2018 vergeben, der Unternehmer Harald Christ hat den Preis zunächst für fünf Jahre gestiftet und verlängert nun sein Engagement um weitere zwei Jahr bis 2025.

Auch in diesem Jahr blieb es spannend bis zum Schluss, welches Festspielmitglied für seine künstlerischen oder technischen Leistungen auf oder hinter der Bühne den Mario-Adorf-Preis erhält. In der diesjährigen Uraufführung „hildensaga. ein königinnendrama“ verwandelt sich der Platz vor dem Wormser Dom in eine riesige Wasserlandschaft. Die Schauspielerinnen und Schauspieler befinden sich fast die gesamte Aufführung über im Wasser. Teilweise tauchen sie minutenlang unter, um dann wie aus dem Nichts aufzutauchen. Wenn sie sprechen, wird dies verstärkt durch eine Mikrofontechnik, die sie am Körper tragen. Der Einsatz dieser Ton-Technik in Verbindung mit Wasser ist eine große Herausforderung. Für ihr innovatives und ausgeklügeltes Sounddesign wurde das Team um Marius Feth nun mit dem Mario-Adorf-Preis ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand vor der Derniere im Heylshofpark statt mit dem Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel sowie Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz .

Kulturministerin Katharina Binz: „Die Nibelungen-Festspiele sind eine Erfolgsgeschichte. Hinter diesem Erfolg stehen viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur wenn alle Gewerke auf und hinter der Bühne ineinandergreifen, kann eine Inszenierung ihren vollen Zauber entfalten. Das verdeutlicht auch die Auszeichnung von Sounddesigner Marius Feth und seinem Team. Sie haben viel Einfallsreichtum bewiesen und innovative Lösungen gefunden, mit denen die aufwendige Inszenierung der Festspiele in diesem Jahr realisiert werden konnte.“

Der Gewinner des Mario-Adorf-Preises wird jährlich vom Kuratorium der Nibelungen-Festspiele ausgewählt. Der Vorsitzende des Kuratoriums Hans Werner Kilz moderierte die Verleihung.

Hans Werner Kilz : „ Der diesjährige Mario-Adorf-Preis der Nibelungen-Festspiele geht an den Toningenieur Marius Feth und sein Team. Sie haben nicht lockergelassen, bis sie das Unmögliche möglich gemacht haben und die Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Wasser auftauchen und sofort sprechen und schreien und sogar singen können. Als sei es das Normalste der Welt. Deshalb ist das Sounddesign in diesem Jahr weitaus mehr als ein technischer Support für die Kunst. Es ist essentieller Teil einer herausragenden künstlerischen Leistung. Und es ist ein kleines Wunder. Ein Wunder, wie es wohl nicht zufällig bei den Nibelungen-Festspielen möglich gemacht wird, wo Menschen nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne seit vielen Jahren herausragende Arbeit leisten, dabei bis an alle Grenzen gehen und einfach immer weitermachen, bis alles perfekt passt.“

Marius Feth und sein Team erhielten bei der Verleihung am Sonntag die gläserne Stele mit einem Drachen-Motiv des Illustrators Hendrik Dorgathen. Gespendet wird die Stele von dem Spezialglashersteller SCHOTT. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die der gebürtige Wormser Unternehmer Harald Christ stiftet. Er hat die Auszeichnung zunächst für fünf Jahre gefördert und verlängert nun sein Engagement um weitere zwei Jahr bis 2025.

Harald Christ stiftet den Preis: Meine ,Harald Christ Stiftung für Demokratie und Vielfalt‘ unterstützt auch in diesem Jahr wieder sehr gerne den Mario-Adorf-Preis im Rahmen der Nibelungen-Festspiele in meiner Heimatstadt Worms. Ich gratuliere Marius Feth und seinem Team für die herausragenden Leistungen in der diesjährigen Inszenierung ."

Zum Preis

Seit 2018 wird der Mario-Adorf-Preis vergeben, im ersten Jahr erhielt die Schauspielerin Ursula Strauss die Auszeichnung, in 2019 wurde die Darstellerin Lisa Hrdina geehrt, 2021 das Ensemblemitglied Barbara Colceriu.

Quelle: Nibelungenfestspiele gGmbH

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